Der Schauspieler

Seiten, Bände, Werkausgaben würde allein die Aufzählung der unzähligen Aufführungen kosten, die Claus Boysen bravourös auf Deutschlands Bühnen absolvierte. Nach und nach werden wir vielleicht an dieser Stelle die wichtigsten Stationen nachvollziehen, besser noch: uns von ihm erzählen lassen ...

Aktuell schlägt seine Sinatra-Produktion hohe Wellen, von der die WAZ schreibt: "„Für Claus Boysen und Band regnete es nach der Premiere des atmosphärisch dichten Sinatra-Abends Ol’ Blue Eyes im Grillo-Café rote Rosen. Jede einzelne haben sie verdient ..."

Das schreibt die WAZ

„Für Claus Boysen und Band regnete es nach der Premiere des atmosphärisch dichten Sinatra-Abends Ol’ Blue Eyes im Grillo-Café rote Rosen. Jede einzelne haben sie verdient. Von Frankie-Boy bis Ol’ Blue Eyes. Die musikalische Biographie einer Legende – mit Herz und Seele, mit leisen Tönen und swingenden Rhythmen erzählt von Claus Boysen. Der sitzt auf einem Barhocker, lässt so manche Lebensperiode Revue passieren: Frank Sinatras unaufhaltsamen Aufstieg, seine einzigartige Karriere mit ihren Kicks und so manchem Knick, die 60 Jahre überdauerte, die von Jazz ebenso erfüllt war wie von Melodien für Millionen, die durch Filmerfolge beflügelt, durch Liebesaffären und Mafia-Kontakte attackiert wurde.

Ob in Höhen oder Tiefen - Boysen kommt Sinatra auf augenzwinkernde, zuweilen ironische, aber zumeist berührende Weise verdammt nahe. Das liegt nicht an Äußerlichkeiten, nicht an den großen Hits wie „New York“, „Love and marriage“, The lady is a tramp“. Eher daran, dass der alte Frank in Ich-Form zurückblickt, dass unbekanntere, melancholische Songs unter die Haut gehen und Befindlichkeiten gekonnt unterstreichen: „Moonlight in Vermont“, „How insensitive“, „Willow weep for me“.

Willi Haselbek hat dem Schauspieler einen wunderbaren Abend auf den gewichtigen Leib geschneidert, dazu eine fünfköpfige Band als Begleiter zusammengestellt. Er selbst am Klavier, Peter Holl (Trompete), Michael Gerbracht-Tröger (Saxophon), Christoph Kammer (Bass) und Andreas Griefingholt (Schlagzeug). Was einst mit großem Big-Band-Sound erklang, wirkt in kleiner Besetzung pur und frisch.“

WAZ